Absinth

Absinth
Absinth wird traditionell aus Wermut, Anis, Fenchel und je nach Rezeptur aus weiteren Kräutern hergestellt. Seinen Beinamen „grüne Fee“ verdankt der Absinth seiner smaragdgrünen Farbe. Absinth hat üblicherweise einen Alkoholgehalt von 45 bis 75%.

Ihren sagenhaften Ruf verdankt diese Spirituose dem Umstand, dass sie viele Künstler, Schriftsteller und Dichter inspiriert hat und es noch heute tut. Um einige prominente Beispiele zu nennen: Vincent Van Gogh, Oscar Wilde, Manet, Ernest Hemingway. Absinth wurde zuerst kommerziell 1797 von Henry-Louis-Louis Pernod produziert, der die Formel von einem in der Schweiz lebenden Exil-Franzosen kaufte.

In der zweiten Hälfte des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts stand Absinth in dem Ruf aufgrund des Thujongehalts abhängig zu machen und schwere gesundheitliche Schäden zu verursachen. Deswegen war zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Vertrieb und die Herstellung in vielen europäischen Ländern und den USA verboten. Heutzutage konnte keine gesundheitsschädigende Wirkung bestätigt werden. Die damaligen Auswirkungen des Absinthgenusses werden heute auf die schlechte Qualität, die Verunreinigung und den sehr hohen Absinthkonsum zurückgeführt. Seit 1998 ist Absinth in den meisten europäischen Ländern wieder legal erhältlich.

Absinth sollte grundsätzlich mit Wasser gemischt getrunken werden, da der hohe Alkoholgehalt sonst die Schleimhäute angreifen kann. Dabei gibt es verschiedene Rituale, die den Absinthgenuss in den 1990er Jahren unter anderem so populär gemacht haben. Am bekanntesten ist wohl das Feuerritual, obwohl es historisch nicht belegt ist. Dabei wird ein Stück Würfelzucker mit Absinth getränkt, auf einen Absinthlöffel gelegt und angezündet. Erst wenn die Flamme erlischt, wird der Zucker ins Glas gegeben, der Absinth mit Wasser gemischt und getrunken. Wenn der Zucker noch brennend in den Absinth gegeben wird, besteht die Gefahr, dass dieser beginnt zu brennen.

Historisch belegt ist das französische Trinkritual. Auch hier werden 1 bis 2 Stück Würfelzucker auf einen Absinthlöffel gelegt, allerdings nicht angezündet, sondern langsam mit stillem, kaltem Wasser beträufelt oder begossen. Danach wird der restliche Zucker in das Getränk gerührt und getrunken.

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